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Saskia Krumbholz

Auswirkungen der Energiekrise – Kostensteigerung spürbar in den Mitgliedsorganisationen der AWO

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Bildnachweis: Adobe Stock // Dan74

Kitas, Beratungsstellen, Obdachlosenhilfe – aufgrund der immensen Kostensteigerungen ist die soziale Infrastruktur in Berlin in akuter Gefahr. Oliver Bürgel, Geschäftsführer der Berliner AWO, ist nach einer Umfrage unter den Berliner Mitgliedsorganisationen der AWO alarmiert: „Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass viele der Träger angeben, es könne aufgrund der gestiegenen Kosten schnell zu Liquiditätsschwierigkeiten kommt. Das bedeutet nichts Anderes, als dass die Aufrechterhaltung von Angeboten in akuter Gefahr ist. Im Schnitt steigen die Energiekosten unserer Mitgliedsorganisationen innerhalb eines Jahres um 125%. Bei unseren ca. 50 Kitas sprechen wir von Kostensteigerungen bei Lebensmitteln von guten 50% allein innerhalb der letzten 12 Monate. Der soziale Bereich ist seit Jahren nicht ausreichend finanziert, selbst geringe Steigerungen können nicht ausgeglichen werden. Deshalb sind diese Zahlen für uns mehr als beunruhigend. Dringend, sehr dringend brauchen wir hier Lösungen seitens des Berliner Senats.“
Die stark steigenden Energiekosten führen nicht nur zu Liquiditätsschwierigkeiten bei den Mitgliedsorganisationen, sondern auch dazu, dass die Aufrechterhaltung der Angebote in den AWO-Einrichtungen gefährdet ist. Das hat eine Umfrage des AWO Landesverbandes Berlin e.V. ergeben. Die AWO Mitgliedsorganisationen wurden im September 2022 zu den Auswirkungen der Energiekrise befragt. Die Ergebnisse der Umfrage gelten für das gesamte Spektrum, z.B. Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Kitas, innerhalb der Wohlfahrtspflege, in denen die AWO tätig ist.

Die Situation ändert sich ständig – keine abschließende Prognose möglich

Derzeit herrscht eine große Dynamik bei den Energiekosten. Bereits während des Abfragezeitraums gab es Korrekturen bezüglich der gemachten Angaben. Vor dem Hintergrund einer Aufrechterhaltung der Angebote ist daher ein kontinuierliches Monitoring notwendig. Einige Berliner Bezirke haben bereits begonnen, Mehrbedarfe bei den Trägern abzufragen. Das ist ausdrücklich zu begrüßen.

Bei den AWO-Mitgliedsorganisationen wird über alle Bereiche, d.h. in zuwendungs- und entgeltfinanzierten Bereichen, für 2023 mit einem Anstieg der Kosten für Heizung und Strom um 260% gegenüber 2021 gerechnet.

Bei den Kitas bereiten vor allem die Entwicklung der Lebensmittelkosten Sorge. Alle Träger gaben übereinstimmend an, dass 2022 die Kosten für Lebensmittel in Kindertagesstätten um 50% gestiegen sind. Für 2023 waren aufgrund der schlecht vorhersagbaren Umstände keine Prognosen möglich.

Die Einrichtungen der Wohlfahrtspflege befinden sich in einer äußerst schwierigen Situation. Die weitere Entwicklung ist unklar, Angebote für Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen sind dadurch in Gefahr. Sie alle brauchen die Unterstützung aus der Politik.