• #AWO
Saskia Krumbholz

Berliner AWO demonstrierte gemeinsam mit Bündnispartner*innen für einen starken Sozialstaat

Die AWO in Berlin beteiligte sich Ende Juni an zwei Protestveranstaltungen gegen die auf Bundesebene geplanten Einschnitte im Sozialstaat. Gemeinsam mit Gewerkschaften, anderen Wohlfahrtsverbänden und weiteren Bündnispartner*innen setzte sich die Berliner AWO am 23. Juni 2026 bei einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus sowie am 27. Juni 2026 bei der Demonstration „Jetzt reicht's!“ in Berlin für den Erhalt sozialer Infrastruktur ein.

Demo Bündnis Soziales Berlin
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe bekam die fünf Forderungen des Bündnisses Soziales Berlin für eine starke und verlässliche soziale Infrastruktur überreicht. Bildnachweis: AWO Landesverband Berlin e.V. // Saskia Krumbholz

Anlass für beide Kundgebungen waren die von der Bundesregierung angekündigten Reformpläne, die vom Paritätischen Gesamtverband öffentlich gemacht wurden. Die geplanten Einschnitte würden den Sozialstaat schwächen und insbesondere zulasten der Beschäftigten sowie der Menschen gehen, die auf soziale Unterstützung angewiesen sind. Bei beiden Veranstaltungen machten die Demonstrierenden klar, dass soziale Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe unverzichtbare Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind.

Kundgebung vor dem Roten Rathaus

Zur Kundgebung am 23. Juni 2026 hatte das Bündnis Soziales Berlin aufgerufen. Während der Berliner Senat zeitgleich tagte, forderten die beteiligten Organisationen das Land Berlin auf, sich auf der zwei Tage später stattfindenden Ministerpräsident*innenkonferenz und im Bundesrat gegen weitere Kürzungen im Sozialstaat einzusetzen. Im Mittelpunkt standen insbesondere die geplanten Einschnitte bei der Eingliederungshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Weiterbildung. Die beteiligten Verbände machten deutlich, dass soziale Angebote keine freiwilligen Leistungen darstellen, sondern die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und den sozialen Zusammenhalt bilden.

Demonstration „Jetzt reicht’s!“

Vier Tage nach der Kundgebung vor dem Roten Rathaus veranstaltete die Berliner AWO gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) die Demonstration „Jetzt reicht’s!“ im Invalidenpark. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde auf einen Demonstrationszug verzichtet und die Veranstaltung als Kundgebung durchgeführt.

Gemeinsam forderten alle Bündnispartner*innen, den Sozialstaat für die Zukunft zu sichern, in soziale Sicherheit, gute Arbeit und die öffentliche Daseinsvorsorge zu investieren sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

In seiner Rede zur Eröffnung der Kundgebung verdeutlichte Oliver Bürgel, Landesgeschäftsführer des AWO Landesverbandes Berlin, welche Folgen weitere Kürzungen hätten: „Wer bei der sozialen Infrastruktur spart, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit die Demokratie.“