Auftakt für die neue Fachstelle Migration, Pflege und Alter
Mit einer Auftaktveranstaltung hat die neue Fachstelle Migration, Pflege und Alter (FaMiPA) ihre Arbeit vorgestellt. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Senior*innen mit Migrationsgeschichte im Berliner Pflege- und Altenhilfesystem zu stärken. Die Fachstelle ist ein Projekt des AWO Landesverbandes Berlin.
Im Rahmen der Veranstaltung hat die Fachstelle Migration, Pflege und Alter (FaMiPA) Akteur*innen aus Praxis, Verwaltung, Politik und Wissenschaft zusammengebracht. Sie fand am 2. Dezember 2025 im Refugio Berlin statt. Im Fokus stand der Austausch darüber, welche Schritte notwendig sind, um Zugänge zu Altenhilfe und Pflege in Berlin gerechter und diskriminierungssensibler zu gestalten.
Durch den Tag führte Mekonnen Mesghena, Referent für Migration und Diversity der Heinrich-Böll-Stiftung und Mitglied des Expert*innenrats Antirassismus, der einst von der jetzigen Bundesministerin Reem Alabali-Radovan einberufen wurde. Grußworte von Ellen Haußdörfer, Staatssekretärin für Gesundheit und Pflege, sowie von Dr. Anja Ludwig aus der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege unterstrichen die politische Bedeutung des Themenfelds.
Einen fachlichen Impuls gab Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan Güntekin. In anschließenden Praxisdialogen diskutierten die Teilnehmenden mit Jieun Park (GePGeMi e. V.), Nazife Sari (Interkulturelle Brückenbauer*innen in der Pflege), Dr. Petra Narimani (International School of Nursing Berlin) und Dr. Rihab Bouchnak (AWO Şifahane) Erfahrungen und Handlungsbedarfe aus unterschiedlichen Perspektiven.
Unterstrichen wurde die Bedeutung von gezielter Netzwerkarbeit, starken Bündnissen und einer diversitätssensiblen Ausrichtung der Pflege- und Altenhilfe. Die große Bereitschaft der Teilnehmer*innen und Akteur*innen zur weiteren Zusammenarbeit wird eine gute Basis für den weiteren Aufbau der Fachstelle sein.