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Ute Kumpf ist neue Landesvorsitzende der AWO Berlin – künftig weibliches Führungsduo

09.11.2015Am 7. November haben die Delegierten auf der Landeskonferenz der Berliner Arbeiterwohlfahrt einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende der Berliner AWO ist die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Ute Kumpf, die 100 Prozent der Delegiertenstimmen erhielt.

Der bisherige Landesvorsitzende und ehemalige Weddinger Bezirksbürgermeister Hans Nisblé, der das Amt von 2004 bis 2015 ausübte, hatte nicht mehr kandidiert.
Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden Kirsten Flesch, Anita Leese-Hehmke, Klaus Leonhardt, Manfred Nowak, Rainer Rheinsberg, Detlef Schuster und Ralf Thies gewählt.

Ute Kumpf war von 1998 bis 2013 Mitglied des Bundestags. Von 2002 bis 2010 war sie parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, von 2003 bis 2013 Sprecherin der SPD-Arbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement. Von 2003 bis 2013 war sie Mitglied im Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“ des Bundestages, davon im Zeitraum 2009 bis 2013 stellvertretende Vorsitzende.

Als neue Geschäftsführerin hat der AWO Landesvorstand Barbara König berufen. Die 46-jährige Politikwissenschaftlerin war bislang Geschäftsführerin des familienpolitischen Fachverbandes der AWO, Zukunftsforum Familie e.V. Sie folgt auf den langjährigen Landesgeschäftsführer Hans-Wilhelm Pollmann, der in den Ruhestand geht.

In ihrer Antrittsrede dankte Ute Kumpf ihrem Vorgänger Hans Nisblé: „Er hat sehr große Fußstapfen hinterlassen, aber ich habe in meiner beruflichen Laufbahn gelernt, mich einfach neben diese Fußstapfen zu stellen, um eigene Spuren zu hinterlassen. Das hat bis jetzt immer sehr gut funktioniert. Ich freue mich sehr auf meine Arbeit als Landesvorsitzende und finde es toll, dass die AWO nun von einem weiblichen Duo geführt wird. Damit knüpfen wir an die Tradition der AWO an, die ja auch von einer Frau gegründet wurde.“ Als erste wichtige Zielsetzung nannte Ute Kumpf die weitere Stärkung des Mitgliederverbandes: „Wir müssen es schaffen, auch junge Menschen für die AWO zu begeistern. Darüber hinaus wollen wir natürlich weiterhin die gesamte Vielfalt, für die die AWO steht, auch leben und uns weiterhin für ein offenes und solidarisches Berlin engagieren.“

Barbara König ergänzt: „Die AWO wird ihre soziale Arbeit weiter modernisieren und damit die Menschen in dieser Stadt unterstützen. In der Politik wird sie zugleich für eine auskömmliche Finanzierung dieser Arbeit kämpfen – denn Qualität hat ihren Preis!“

Bei der Arbeiterwohlfahrt in Berlin sind rund 5.900 hauptamtliche Mitarbeitende beschäftigt. Als Mitgliederverband zählt die Berliner AWO derzeit ca. 6.500 Mitglieder. Darüber hinaus engagieren sich rund 900 Menschen ehrenamtlich. Die AWO ist in verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit tätig, so unter anderem in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Seniorenarbeit, der Migrationsarbeit, der Wohnungslosenhilfe etc. Die AWO betreibt z.B. über 50 Kitas mit rund 6.000 Plätzen und derzeit 12 Flüchtlingseinrichtungen in Berlin.