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Javiera Gómez

Steffen Krach besucht Wohnungsnotfallhilfe des AWO Kreisverband Berlin-Mitte

Bildnachweis: AWO Kreisverband Berlin-Mitte

Am 3. Februar 2026 besuchte der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach die Wohnungsnotfallhilfe des AWO Kreisverband Berlin-Mitte. Im Mittelpunkt des Termins stand der fachliche Austausch zur Versorgung von Gewalt betroffenen Frauen in Berlin sowie zur weiterhin stark eingeschränkten Wohnraumversorgung. Vertreter*innen der Berliner SPD und der AWO Berlin diskutierten aktuelle Herausforderungen und strukturelle Handlungsbedarfe vor Ort.

Nach einer Vorstellungsrunde wurden insbesondere die angespannte Lage im Bereich der Schutz- und Unterbringungsangebote sowie die Übergänge in eigenen Wohnraum thematisiert. Deutlich wurde, dass der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum für Frauen nach einem Aufenthalt in der Wohnungsnotfallhilfe derzeit nahezu aussichtslos ist.
Die anwesenden SPD-Vertreter*innen haben die Absicht bekräftigt, Antigewaltprojekte weiterhin zu fördern und Schutzplätze auszubauen. Darüber hinaus soll geprüft werden, inwieweit das „Geschützte Marktsegment“ quantitativ erweitert werden kann, gegebenenfalls auch durch Kontingente privater Vermieter*innen. Ebenfalls angesprochen wurde die Notwendigkeit, die Finanzierung im Antigewaltbereich langfristiger, flexibler und mit geringerem Verwaltungsaufwand auszugestalten.

David Klässig, Fachreferent für Armut, Wohnen und Straffälligkeit bei der AWO Berlin, verweist auf die besondere Relevanz einer frühzeitigen Prävention im Bereich Wohnungslosigkeit:
“Die Zahl der untergebrachten wohnungslosen Menschen steigt seit Jahren. Prognosen zeigen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Wohnungslosigkeit ist eng mit der Wohnungsmarktkrise in Berlin verbunden. Umso zentraler ist Prävention: Wohnungsverlust muss frühzeitig verhindert werden. Das ist nicht nur ethisch geboten, sondern auch deutlich kostengünstiger als spätere Unterbringung und Krisenbewältigung.”

An dem Termin nahmen neben Steffen Krach unter anderem Marie Scharfenberg, Landesvorsitzende der SPD Frauen sowie Susanne Fischer, Vorsitzende der SPD-Fraktion Mitte, teil. Die AWO Berlin wurde vertreten durch die Landesvorsitzende Ülker Radziwill und Manfred Nowak, Kreisvorsitzender des AWO Kreisverband Berlin-Mitte.

Auf Grund der engen Verbindung von Wohnungsmarktpolitik und Gewaltschutz ist es für die AWO Berlin ein zentrales Anliegen, verlässliche Rahmenbedingungen für Schutzangebote zu sichern, Prävention zu stärken und den Zugang zu Wohnraum für besonders schutzbedürftige Menschen nachhaltig zu verbessern.

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