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Saskia Krumbholz

Aktionswoche des Berliner Kita-Bündnisses „Auf die Kleinen kommt es an – Berlin wird orange!“

Bildnachweis: Berliner Kitabündnis

Die gesellschaftlichen Anforderungen an die Kitas in Berlin sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Der Rechtsanspruch von Eltern auf einen Kita-Platz wurde gestärkt und es ist immer selbstverständlicher, dass Kinder ab dem Alter von 1 Jahr eine Kita besuchen. Zugleich ist der Anspruch, insbesondere in Bezug auf vorschulische Bildung, gestiegen. Die Kitas erfüllen darüber hinaus eine wichtige Funktion bei der Integration von Kindern mit Flucht- und Migrationserfahrung.

Vor diesem Hintergrund organisiert das Berliner Kita-Bündnis die Aktionswoche „Auf die Kleinen kommt es an – Berlin wird orange!“, um auf die große Bedeutung der Kitas in der Berliner Stadtgesellschaft sowie auf die Vielfalt der Berliner Kitalandschaft aufmerksam zu machen. Damit soll der Forderung nach einer kontinuierlichen Verbesserung des Betreuungsschlüssels, dem Erhalt und Ausbau von Kitaplätzen und Zeit für den Dialog mit Familien Nachdruck verliehen werden.

In der Zeit vom 27. Mai bis 1. Juni 2024 finden in Einrichtungen der Bündnisbeteiligten in ganz Berlin Aktionen statt, um auf die Situation in den Berliner Kitas aufmerksam zu machen und Verbesserungen einzufordern. Das Motto ist „Berlin wird orange!“ und so werden Kitagruppen auf erkennbare, vielfältige, fantasievolle und fröhliche Art das Stadtbild bereichern. Welche Berliner Kitas mit ihren Aktionen teilnehmen, unter Ihnen auch AWO-Kitas, sehen Sie hier: https://kitabuendnis-aktionswoche.de/gemeldete-aktionen/

Hintergrund

Für das Umsetzen der vielfältigen Aufgaben brauchen die Kitas eine auskömmliche finanzielle und personelle Ausstattung. Diese ist mit den geschilderten Anforderungen aber nicht im ausreichenden Maß mitgewachsen. Gerade beim Personalschlüssel für die unter Dreijährigen hinkt Berlin dem bundesweiten Durchschnitt und auch den wissenschaftlichen Empfehlungen deutlich hinterher.

Diese Herausforderungen belasten die Kita-Teams. Erzieher*innen können ihre Arbeit nicht so erledigen, wie sie es für erforderlich halten. Unbesetzte Stellen, eine deutlich gestiegene Fluktuation aber auch ein verstärktes Verabschieden vom Berufsfeld zeigen die Unzufriedenheit der Fachkräfte. Krisenhafte Situationen in einzelnen Einrichtungen führen zu Angebotseinschränkungen, was wiederum für berufstätige Eltern eine schwierige Situation bedeutet.

Die positiven Effekte einer guten frühkindlichen Bildung und Betreuung sind umfangreich belegt. Gute Kitas legen den Grundstein für erfolgreiche Bildungserfahrungen und leisten einen großen Beitrag für die Chancengerechtigkeit in einer vielfältigen Gesellschaft. Den vielen guten Worten müssen aber auch Taten folgen.

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