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Presseeinladung zur Online-Demonstration „Freie Fahrt für Freiwillige“ – Hunderte von Jugendlich aus den Freiwilligendiensten verlegen ihren Protest für mehr Anerkennung des Freiwilligenjahres ins Internet

Berlin, 02.Dezember 2020

Am 04. Dezember 2020 sind rund 4.150 Freiwilligendienstleistende aufgerufen, zusammen mit den Trägern von Freiwilligem Sozialen Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) in Berlin und Brandenburg online zu protestieren. Ziel der digitalen Demonstration: ein kostenfreies Ticket für den öffentlichen Nahverkehr und mehr finanzielle Anerkennung für die Freiwilligendienste. Gerade in Corona-Zeiten ist der Einsatz von Freiwilligen in Krankenhäusern, Kitas oder Senior*innenheimen oft unverzichtbar. Der Weg zur Arbeit kostet die überwiegend jungen Menschen jedoch rund zehn Prozent ihres Gehalts.

In Zusammenarbeit mit den Freiwilligen sind Berliner und Brandenburger Trägerorganisationen kreativ geworden und haben Lösungen gefunden, wie sich ihre Botschaften auch online verbreiten können. So wird es unter anderem eine „digitale Demoroute“ geben, bei der alle Teilnehmenden virtuell zum Berliner Abgeordnetenhaus oder zur Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie „reisen“, um dort zeitgleich E-Mails mit ihren Forderungen an die zuständigen Politiker*innen zu schicken. Während der Demonstration werden Hendrikje Klein, (MdA/Linke) und Sandra Hildebrandt (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie) den Freiwilligen Rede und Antwort stehen. Weitere Gastredner*innen sind die Vorsitzenden der organisierenden Verbände: Dr. Ina Czyborra (AWO Landesverband Berlin e. V.) und Barbara Eschen (Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V.). Unter den weiteren aufrufenden Trägern sind die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste, das Berliner Deutsche Rote Kreuz, der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg und das Evangelische Diakonissenhaus Teltow Lehnin.

Ablauf

  • 10.00-11.00 Uhr: Digitale Demoroute zum Abgeordnetenhaus
  • 11.00-12.30 Uhr: Beitrag Gastredner*innen und Fragerunde Politiker*innen

Sie können sich während der Demonstration jederzeit unter folgendem Link einwählen:

https://us02web.zoom.us/j/81969479961?pwd=U1lDSHQyRnVmVVVEK0Q0aFE5T1hpZz09
Meeting-ID: 819 6947 9961| Kenncode: 313320

Hintergrund
Die Forderung eines kostenlosen ÖPNV-Tickets ist seit mehreren Jahren unter dem Hashtag #FreieFahrtfürFreiwillige“ deutschlandweit Thema. Durch wiederholte Proteste in den Vorjahren konnte bereits der Erhalt eines vergünstigten Tarifs im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg erreicht werden. Freiwilligendienstleistende zahlen seit 01. August 2019 statt ca. 52 nur noch ca. 30 Euro. Diese Summe entspricht dennoch etwa zehn Prozent des Taschengeldes von aktuell 325 Euro, das Freiwilligendienstleistende z. B. bei der Berliner AWO monatlich bekommen. Zum Vergleich: Soldat*innen in Uniform fahren ab 2020 deutschlandweit kostenlos.

Für viele Freiwillige ist es trotz Taschengeld unmöglich, unabhängig vom Elternhaus oder weitere finanzieller Unterstützung einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Dies macht den Freiwilligendienst unattraktiver und schließt Menschen aus, die nicht den finanziellen Rückhalt in der Familie haben. Daher fordern Träger und Freiwilligendienstleistende auch eine Anhebung des Entgeltes der Berliner und Brandenburger Freiwilligendienstleistenden durch Landesmittel.

Für Interviewanfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt
Berthe Jentzsch
Mitarbeiterin Stabsstelle Kommunikation
AWO Landesverband Berlin e. V.
Blücherstraße 62 // 10961 Berlin
Telefon: 030 25 389 277
Mobil: 0160 95 077 550
E-Mail: [E-Mail anzeigen]