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Mitarbeiter*innen-Tag unter dem Zeichen des Klimaschutzes

20.02.2020
Autorin: Berthe Jentzsch

Dass der AWO Landesverband Berlin am Tag der sozialen Gerechtigkeit seinen Mitarbeiter*innen-Tag dem Klimawandel widmet, ist nicht unbedingt ein Zufall. Klimagerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit hängen für die AWO eng zusammen und dürfen nciht gegeneinander ausgespielt werden. Gerade sozial schwächergestellte Menschen, ältere Menschen oder Menschen auf der Flucht sind häufig besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung kamen Mitarbeiter*innen des AWO Landesverbandes Berlin aus den unterschiedlichsten Bereichen im JugendKulturZentrum Pumpe in Berlin Tiergarten zusammen. In vier verschiedenen Workshops konnten sie ihre Ideen, Visionen, Wünsche und Meinungen über Nachhaltigkeit und Klimaschutz innerhalb der Arbeit der Berliner AWO einbringen und äußern. Wo stehen wir? Warum ist Umweltschutz auch für uns in der sozialen Arbeit in Berlin wichtig? Wen betrifft der Klimawandel? Was können wir tun, um als AWO und auch als Privatperson "grüner" zu werden? All dies waren Fragen, die eingebracht und reflektiert wurden.

Zu Beginn des "grünen Mitarbeiter*innen-Tag" gaben Prof. Dr. Uta Steinhardt (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Dr. Philipp Otto (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder) und Maritta Strasser, Bundesgeschäftsführerin der NaturFreunde Deutschlands, Impulsreferate zum Thema Klimaschutz.
Anschließend wählten die Teilnehmenden zwischen vier "Werkstattgesprächen“.  Im Workshop der Klima-Referenten des AWO Bundesverband, Thomas Diekamp und Steffen Lembke, diskutierten sie über konkrete Verbesserungen innerhalb der Berliner AWO.

Katja Schumacher von dem Öko-Institut legte im Workshop „Sozialer Umgang mit der Klimakrise“ dar, dass in Berlin auch soziale Ungleichheiten mitgedacht werden müssen. So waren 2017 etwa 20.000 Haushalte von einer Strom- und Gassperre wegen nicht bezahlter Rechnungen betroffen. Bezieher*innen von ALG I, Rentner*innen und Alleinstehende hätten zudem oft verhältnismäßig hohe Heizkosten, da sie viel zu Hause seien, veraltete Geräte besitzen und die Kosten oft alleine tragen müssen.

Um Handlungsmöglichkeiten und den eigenen "Ökologischen Fußabdruck“ ging es im Workshop des AWO-Bereichsleiters für Verbandentwicklung, Wolfgang Rettich. Auch hier wurden die Mitarbeiter*innen befragt, welche Impulse sie für die Zukunftsgestaltung der AWO geben können.

Aktiv wurde es im Workshop des Verhaltensökonom Dr. Phillip Otto. Durch ein Planspiel konnten die Teilnehmenden ihren Standpunkt zum individuellen und gemeinschaftlichen Wohl austesten und überprüfen.

Frische Impulse der anderen Art brachte das "Smoothie-Bike“. Im Hauptsaal konnten während der Veranstaltung leckere Früchte-Mixdrinks klimaschonend per Fahrradantrieb "erradelt“ werden.

Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der einzelnen Workshops zusammengetragen. Von Tauschboxen zu Mülltrennung, Dienstfahrrädern zu Energiesparlampen  -  die Ideen waren breit gefächert. Diese zu besprechen und den Klimaschutz im Qualitätsmanagement oder als Richtlinien im Landesverband zu verankern, wird nun der nächste Schritt sein.

Bildnachweis: AWO Landesverband Berlin e.V. // Norma Ostermeyer