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Migrationsfachdienste der Berliner AWO ziehen positives Fazit

19. Dezember 2018
Autoren: Franziska Herbst/Markus Galle

Das Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration wurde bereits 1978 geschaffen, damals noch mit dem Titel „Beauftragter zur Förderung der Integration der ausländischen Arbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen“. Nun, 40 Jahre später, wurde im Rahmen eines Festaktes auf diese bewegte Zeit zurückgeschaut. 1000 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Verbänden kamen dazu am Mittwoch, den 12. Dezember 2018, im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ zusammen. Unter ihnen waren selbstverständlich auch die aktuelle Beauftrage, Annette Widmann-Mauz, sowie die Bundeskanzlerin, Angela Merkel.

Die Berliner AWO war ebenfalls beim Festakt vertreten, ist sie doch seit Jahrzehnten intensiv in der Migrationsarbeit tätig. Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege wirkt die AWO aktiv an der Gestaltung der Einwanderungsmetropole Berlin mit und bietet qualifizierte Beratung und individuelle Integrationsbegleitung für Migrant*innen an. Sie ist damit ein zentraler Akteur im Handlungsfeld Migration und in der Flüchtlingsarbeit. Der Berliner Landesverband selbst ist Träger von sechs Fachdiensten für Integration und Migration in den Berliner Innenstadtbezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Pankow und Charlottenburg-Wilmersdorf. Gefördert werden die Dienste durch die Bundesprogramme Migrationsberatung für Erwachsene, Jugendmigrationsdienste und Garantiefonds Hochschule sowie von den Migrationssozialdiensten des Landes Berlin. Auch einige Berliner AWO Kreisverbände und korporative Mitglieder bieten vielgestaltige Angebote und Dienste für Migrant*innen in allen Berliner Bezirken an.

„Im Jahr 2018 konnten die Migrationsfachdienste des Berliner AWO Landesverbandes weiter wachsen. Insgesamt arbeiten nun 40 Mitarbeiter*innen und ein zweiköpfiges Leitungsteam in diesem Sachgebiet. Durch die sehr engagierte Arbeit unserer Kolleg*innen konnten u. a. im Bereich der Jugendmigrationsdienste verschiedene Kooperationen mit Schulen und Trägern der politischen Bildungsarbeit initiiert und etabliert werden. Auch der Migrationssozialdienst konnte personell verstärkt und in unserem „Welcome Center Pankow“ fest verankert werden. Somit bietet die AWO nun an vier von sechs Berliner Standorten diesen speziellen Beratungsservice an. Insbesondere dank der hohen Kompetenz und Mehrsprachigkeit unserer Berater*innen sind die AWO-Migrationsberatungsangebote seit vielen Jahren berlinweit bekannt und bezirklich gut vernetzt.“, zieht Dirk Arp-Stapelfeldt, Referatsleiter für Jugend, Migration und Beratungsdienste sowie stellvertretender Landesgeschäftsführer, eine positive Bilanz.

Die Bundeskanzlerin freilich wählte zum Festakt allgemeinere Worte und fand damit den passenden Rahmen. „Integration braucht Gemeinsinn statt Eigensinn, Weitblick statt Scheuklappendenken, Offenheit füreinander statt Abgrenzung voneinander.", so Angela Merkel und forderte, „nicht die Hände in den Schoß zu legen, sondern die Ärmel aufzukrempeln und weiterzumachen, damit wir alle ein noch besseres Deutschland werden."

Die AWO wird auch im Jubiläumsjahr und darüber hinaus ihren Teil dazu beitragen.

Weitere Informationen zum Amt der Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration finden Sie im Internet unter http://www.integrationsbeauftragte.de.

Bildnachweis: Haus der Kulturen der Welt // Sabine Wenzel