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„Gute-Kita-Gesetz“ stärkt die Qualität der Berliner Kitas – Nachhaltigkeit muss jedoch gesichert werden

Der Berliner Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) begrüßt die Verwendung der
Bundesmittel aus dem sogenannten „Gute-Kita-Gesetz“ für die Qualitätsentwicklung
in Berliner Kitas. Die jetzt startenden Maßnahmen können jedoch nur ein erster Schritt
sein und müssen in eine dauerhafte Struktur überführt werden.

Der AWO Landesverband Berlin begrüßt die Stärkung der Praxisanleitung zum bereits bestehenden Personalschlüssel durch zusätzliche Ressourcen aus dem sogenannten „Gute-Kita-Gesetz“. Eine Entlastung der Kitaleitung durch Verwaltungsunterstützung bzw. eine höhere Freistellung wird dazu beitragen, dass mehr Zeit für die Entwicklung pädagogischer Qualität, die Begleitung der Kitateams und die Zusammenarbeit mit Eltern zur Verfügung steht. Die Förderung von Fachberatung schafft zudem ein Unterstützungssystem im Arbeitsfeld Kita und ermöglicht z. B. Beratung für Leitungen und Kitateams, Begleitung bei der Konzeptionsentwicklung und die Entwicklung von guter Praxis.

Ein Beratungsangebot für Eltern und Kitateams zur Förderung von Kindern mit Behinderungen ist, nach Auffassung des AWO Landesverbandes Berlin, als Schritt hin zu einer inklusiven Kita dringend erforderlich. Im System der Kindertagespflege wird nun eine stabile Bezahlung und Qualitätsentwicklung sichergestellt.

Für Kitas in sozialen Brennpunkten und für Kitas, die Kinder mit Sprachförderbedarf aufnehmen, erwartet der AWO Landesverband Berlin jedoch mehr unterstützende Maßnahmen als lediglich eine Gehaltserhöhung für pädagogische Fachkräfte. Der AWO Landesverband Berlin empfiehlt die Möglichkeit zum erweiterten Einsatz der Mittel, um auch unterstützende Rahmenbedingungen zu ermöglichen. „Die AWO setzt sich besonders für Maßnahmen ein, die die Praxis vor Ort entlasten und die Qualität im System Kita stabilisieren. Wir möchten, dass pädagogische Fachkräfte in Kitas gute Arbeitsbedingungen vorfinden, denn dies wirkt sich unmittelbar auf die Kinder aus“, erklärt Oliver Bürgel, Geschäftsführer des AWO Landesverbandes Berlin.

Hintergrund:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, sowie die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, unterzeichnen am heutigen Mittwoch eine Vereinbarung zur Umsetzung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (KiQuTG), kurz „Gute-Kita-Gesetz“. Auf dieser Grundlage fließen von 2019 bis 2022 insgesamt 239 Millionen Euro zusätzliche Bundesmittel in Berliner Kitas und in das System der Kindertagespflege.

Anlagen
Stellungnahme der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Berlin e. V.
„Kitas stärken durch Maßnahmen aus dem Gute-Kita-Gesetz, in Quartieren mit besonderem Unterstützungsbedarf und bei der Aufnahme von Kindern mit Sprachförderbedarf“