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Erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Berliner AWO

Berlin, 16. April 2019

Am Montag, dem 15. April 2019, haben in Berlin die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Vertreter*innen der Berliner Arbeiterwohlfahrt (AWO) begonnen.

In der Kreuzberger Blücherstraße, Sitz des Berliner AWO Landesverbandes, fand am Montag, dem 15. April 2019, die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungs-gewerkschaft (ver.di) und einer Tarifkommission, bestehend aus den Berliner AWO Kreisverbänden, der AWO pro:mensch gGmbH und dem AWO Landesverband unter der Führung des AWO Arbeitgeberverbandes, statt.

Die Verhandlungen betreffen fast 2.000 Beschäftigte der Berliner AWO. Dazu zählen u. a. die zahlreichen Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen der Geflüchtetenhilfe, in Pflegeeinrichtungen oder in Beratungsstellen wie auch die Erzieher*innen der über 40 AWO-Kitas in Berlin. Der Abschluss der letzten Tarifrunde liegt lediglich ein Jahr zurück. Da dieser Tarifvertrag bereits Ende März 2019 auslief, sind in diesem Jahr neue Verhandlungen notwendig.

Die erste Runde der Verhandlungen diente dazu, die jeweiligen Positionen zu verdeutlichen. Hierzu äußerte sich Oliver Bürgel, Landesgeschäftsführer der Berliner AWO:

„Angemessene Löhne und Gehälter führen zu mehr Attraktivität für die Berufsfelder in der gesamten Sozialwirtschaft. Wir möchten deshalb einerseits gemeinsam mit ver.di ein gutes Ergebnis für unsere Mitarbeiter*innen erzielen. Als Arbeitgeber*innen müssen wir andererseits im Blick behalten, dass ein solches Ergebnis durch die laufenden Einnahmen gedeckt ist. Diese Einnahmen sind in erster Linie Zahlungen der öffentlichen Hand für unsere vielfältigen Angebote und Einrichtungen von Kindertagesstätten, über Beratungsleistungen bis hin zur Altenpflege. Wir müssen folglich von Seiten der Politik auch in die Lage versetzt werden, potentielle Tarifsteigerungen umsetzen zu können.“

Oliver Bürgel bezieht sich damit auf eine Besonderheit in der freien Wohlfahrtspflege. Diese kann Tarifsteigerungen nicht über eine Erhöhung der Preise und damit aus eigener Kraft refinanzieren, sondern muss mit unterschiedlichen öffentlichen Zuschussgebern auf Landes- oder Bundesebene verhandeln. Diese Verhandlungen sind häufig sehr langwierig und nicht
immer von Erfolg gekrönt, so dass Tarifsteigerungen vielfach in Vorleistung oder gänzlich aus Eigenmitteln erbracht werden müssen.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 29. April 2019 geplant.

Anmerkungen
Wir würden uns über eine Veröffentlichung freuen. Für weitere Informationen, Statements oder Interviewpartner, auch im weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen, steht Ihnen unser Pressesprecher, Markus Galle, gern zur Verfügung.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist ein unabhängiger Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege und gliedert sich bundesweit in 30 Bezirks- und Landesverbände, 411 Kreisverbände und 3.514 Ortsvereine. Getragen wird die AWO deutschlandweit von ca. 326.000 Mitgliedern und ca. 228.000 Mitarbeitenden.
Bei der AWO in Berlin und ihren korporativen Mitgliedern sind rund 8.100 Mitarbeitende beschäftigt. Sie zählt derzeit ca. 6.000 Mitglieder. Als Wohlfahrtsverband ist die Berliner AWO in verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit tätig, so beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe, der Seniorenarbeit, der Migrationssozialarbeit und der Pflege. Auch das Thema Frauen und Gleichstellung spielt eine wichtige Rolle. Das Engagement der AWO stellt stets die Hilfe zur Selbsthilfe in den Vordergrund. Die Werte Solidarität, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Toleranz sind Grundlage für das Handeln in der AWO.

PM_AWOBerlin_Tarif_160419.pdf

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