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Einigung im Tarifkonflikt zwischen ver.di und der Berliner AWO

Berlin, 17. Mai 2018

Am Donnerstag, dem 17. Mai 2018, fand in Berlin die fünfte Verhandlungsrunde zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Vertreter*innen der Berliner Arbeiterwohlfahrt (AWO) statt. Nach langen Verhandlungen kann nun ein für alle Seiten positives Ergebnis verkündet werden.

Der Berliner AWO Landesverband in der Kreuzberger Blücherstraße war am Donnerstag,
dem 17. Mai 2018, Schauplatz der fünften und letzten Runde in den Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und einer Tarifkommission aus den Berliner AWO Kreisverbänden, der AWO pro:mensch gGmbH und dem AWO Landesverband unter der Führung des AWO Arbeitgeberverbandes.

Die Verhandlungen konnten zu einem gemeinsamen, positiven Abschluss gebracht werden.
Langfristige Streiks, wie im Vorfeld von ver.di angekündigt, wird es damit nicht geben. Der
Tarifabschluss beinhaltet eine Erhöhung der Entgelte in insgesamt vier Stufen. Die erste Stufe
in Höhe von 2 % bzw. eine Erhöhung von 67,23 € in den unteren Entgeltgruppen wird
rückwirkend zum 1. Januar 2018 ausgezahlt. Weiterhin wird zum 1. Juli 2018 um 3,00 %,
zum 1. November 2018 um 2,15 % und zum 1. Februar 2019 um 1,00 % erhöht. Die Laufzeit
des Tarifvertrages wird 15 Monate betragen. Somit gilt er bis zum 31. März 2019.

„Der Verhandlungsmarathon hat heute ein positives Ende gefunden. Die Arbeit der fast
2.000 Mitarbeiter*innen in den Berliner Einrichtungen der AWO muss entsprechend honoriert werden – gute soziale Arbeit muss sich lohnen. Dies gilt sowohl für die Erzieher*innen der über 40 AWO-Kitas in Berlin als auch für die zahlreichen Mitarbeiter*innen bspw. in Einrichtungen der Geflüchtetenhilfe, Pflegeeinrichtungen oder Beratungsstellen der Berliner AWO. Für diese Mitarbeiter*innen ist der Tarifabschluss ein wichtiger Meilenstein. Die Berliner AWO ging mit ihrem Angebot an ihre wirtschaftliche Schmerzgrenze. Es wird auch weiterhin unsere Aufgabe als Wohlfahrtsverband bleiben, von der Politik auf Landes- und Bundesebene gute Rahmenbedingungen und kostendeckende Zuwendungen und Entgelte für alle Bereiche der sozialen Arbeit zu fordern. Dieses Ziel werden wir nicht aus den Augen verlieren.“, so erste Reaktionen aus der Tarifkommission der Berliner AWO unter der Leitung von Verhandlungsführerin Maike Träger.

Die Berliner AWO mahnt seit langem eine auskömmliche Finanzierung in der sozialen Arbeit
an. Da die freie Wohlfahrtspflege grundsätzlich staatliche Aufgaben übernimmt, sollte dies
auch von staatlicher Seite unterstützt und nicht weiter mit Sparzwängen belegt werden.

PM_AWOBerlin_Tarifeinigung_170518

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