Inhalt

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und das Mitte Museum eröffnen eine Ausstellung über die AWO-Gründerin Marie Juchacz

14. 01.2020
Autorinnen: Barbara Canton / Berthe Jentzsch

Am 19. Februar jährt sich die erste Rede einer weiblichen Abgeordneten in der deutschen Nationalversammlung zum 101. Mal. Rund um diesen Termin würdigen der AWO Landesverband Berlin und das Mitte Museum das außergewöhnliche Leben dieser Vorreiterin mit einer Ausstellung im Rathaus Tiergarten.

Marie Juchacz war Frauenrechtlerin, Sozialpolitikerin und eine der maßgeblichen Gründer*innen der Arbeiterwohlfahrt. Von ihrem Kampf für das Frauenwahlrecht, ihrer Wahl zur Abgeordneten in der deutschen Nationalversammlung 1919 über die Jahre im Exil während der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu ihrer Rückkehr nach Deutschland und dem anschließenden Ausbau des Sozialstaates: ihr Leben ist ein Spiegel der deutschen Geschichte und der Geschichte der AWO. Die Ausstellung zeigt Dokumente, und Bilder aus der Zeit Marie Juchacz‘ und gewährt Einblicke in das Leben dieser besonderen Frau. Zur Eröffnung am 17. Januar 2020 im Rathaus Tiergarten gibt Lydia Struck, Kulturanthropologin und Urgroßnichte Marie Juchacz‘, eine Einführung in die Ausstellung. Das Grußwort wird Manfred Nowak, stellvertretender Vorsitzender des AWO Landesverbandes Berlin, die Moderation Oliver Bürgel, Geschäftsführer des AWO Landesverbandes Berlin, übernehmen.

Des Weiteren findet am 21. Februar 2020 um 17 Uhr in der Ausstellung ein moderiertes Gespräch unter dem Titel „Marie Juchacz und die frühen Jahre der Arbeiterwohlfahrt“ mit Philipp Kufferath, Co-Autor des im Dezember 2019 erschienenen Buches „Geschichte der Arbeiterwohlfahrt“, statt.

Am 4. März 2020 um 15 Uhr veranstaltet der AWO Landesverband Berlin zudem anlässlich des internationalen Frauentages eine Führung durch die Ausstellung mit Lydia Struck.

Die Ausstellung „Marie Juchacz“ ist vom 20. Januar 2020 bis zum 27. März 2020 werktags von 7-20 Uhr im Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin, zu sehen.

Bildnachweis: Friedrich-Ebert-Stiftung