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Demonstration und Kundgebung „Freie Fahrt für Freiwillige“ in Berlin

06.12.2019
Autorin: Berthe Jentzsch

Über 200 Freiwilligendienstleistende aus ganz Deutschland gingen anlässlich des Tages des Ehrenamts am 05. Dezember 2019 für die kostenlose Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs für Freiwilligendienstleistende in Berlin auf die Straße. Ebenso forderten sie die Angleichung des Berliner FSJ-Entgeltes an das Entgelt im FÖJ.

Berliner und Brandenburger Trägerorganisationen von Freiwilligendiensten riefen Freiwilligendienstleistende im FSJ, BFD und FÖJ dazu auf, am Donnerstag, dem 05. Dezember 2019, für ein kostenloses VBB-Ticket für Freiwilligendienstleistende und die Anpassung des Entgeltes für FSJler*innen zu demonstrieren. Unter den aufrufenden Trägern waren der Berliner Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD), das Berliner Deutsche Rote Kreuz (DRK), das Diakonissenhaus und das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (DWBO). Unter dem Motto „Freie Fahrt für Freiwillige“ startete um 10 Uhr eine Kundgebung vor dem Sitz des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) am Hardenbergplatz. Die Landesvorsitzende der Berliner AWO, Ina Czyborra, sowie Sprecher*innen der Freiwilligen richteten ihr Wort an die Teilnehmer*innen. Diese kamen u. a. aus Schleswig-Holstein, Hessen oder Brandenburg angereist. Der Demonstrationszug zog anschließend vom Pariser Platz über die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bis zur Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Durch wiederholte Proteste der Berliner und Brandenburger Trägerorganisationen in den Vorjahren konnte bereits der Erhalt eines vergünstigten Tarifs im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg erreicht werden. Freiwilligendienstleistende zahlen seit 1. August 2019 statt ca. 52 nur noch ca. 30 Euro. Diese Summe entspricht dennoch etwa zehn Prozent des Taschengeldes von aktuell 325 Euro, das Berliner FSJler*innen monatlich bekommen. Soldat*innen erhalten ein solches Ticket ab dem 1. Januar 2020 vom Bundesinnenministerium und auch die Landesbediensteten in Berlin durch den Senat ebenfalls in 2020 kostenlos.

Die Berliner und Brandenburger Trägerorganisationen von Freiwilligendiensten fordern daher die kostenlose Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs durch alle Freiwilligen (FSJ, BFD und FÖJ). Außerdem fordern sie vom Berliner Senat die Angleichung des Entgeltes der Berliner FSJler*innen an das Entgelt im FÖJ von derzeit 480 Euro (zusammengesetzt aus 280 Euro Taschengeld, 100 Euro Verpflegungszuschuss und 100 Euro Unterkunftszuschuss) durch Landesmittel.

Bildnachweis: AWO Landesverband Berlin e. V. // Berthe Jentzsch