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Das AWO-Herz schlägt auch europäisch

03. Mai 2019
Autorin: Berthe Jentzsch

Nach einer von Konflikten und Kriegen geprägten Geschichte vereint dasmFriedensprojekt Europa Staaten wirtschaftlich, politisch und ideell über ihre Landesgrenzen hinweg. Doch dieses noch junge Europa sieht sich heute stürmischen Zeiten ausgesetzt. Nationalismus, Populismus, Abschottung sowie wirtschaftliche und soziale Ungleichgewichte innerhalb der EU rütteln an den Wurzeln einer demokratischen Union der Vielfalt und Solidarität. Auch die Auswirkungen des Brexits sind noch nicht vorherzusagen. Die AWO ruft daher im Wahlmonat zu einer Vielzahl an Veranstaltungen auf. Denn das AWO-Herz schlägt europäisch.

Der Mai im Zeichen der Sterne
Am 26. Mai 2019 wählen die Bürger*innen der europäischen Mitgliedsstaaten ihr Europäisches Parlament. Vor allem Menschen mit Armutserfahrung fühlen sich von der Politik abgehängt oder unbeachtet. Mit der Veranstaltung „Wir kommen wählen“ am 08. Mai im BVV-Saal des Rathaus Mitte will die AWO zusammen mit der Landesarmutskonferenz gerade diese Menschen zur Teilnahme an der Europawahl motivieren. In einer Art „Speed-Dating“ können sie mit Politiker*innen und Kandidat*innen zur Europawahl informell und persönlich über die Themen sprechen, die sie besonders betreffen und bewegen.
Zudem stellt die AWO die Politik auf den Prüfstand. Dafür sendete sie Ende Februar mehr als 30 Fragen zu den dringendsten europapolitischen Herausforderungen an die zur Wahl stehenden, demokratischen Parteien im Bundestag. Die Antworten werden hier veröffentlicht.
Ebenso unterstützt die AWO die deutschlandweite Demonstration „Ein Europa für alle“ am 19. Mai. Eine Woche vor der Europawahl werden dort zehntausende Menschen für eine EU der Menschenrechte, Demokratie, sozialen Gerechtigkeit und des ökologischen Wandels auf die Straße gehen.

Europa eine Stimme geben
Die Wahlen stehen dieses Jahr im Zeichen großer Veränderungen und Herausforderungen. Mehr als 112 Millionen Menschen innerhalb der EU sind von Armut bedroht. Die (Jugend-)Arbeitslosenzahlen sind in einigen Regionen, vor allem in Spanien, Griechenland und Italien, weiterhin sehr hoch. Daraus resultierende wachsende anti-europäische Stimmen schaffen Nährboden für rechtspopulistische Bewegungen. Rassismus sowie Vorurteile gegenüber Flüchtlingen und Minderheiten nehmen Einzug in die Gesellschaft. Nationaler Egoismus und „my country first“- Ideologien stehen dem Gedanken einer grenzübergreifenden Solidarität gegenüber. So ist es wichtiger denn je, sich am 26. Mai für ein Europa einsetzen, das Demokratie und Rechtsstaatlichkeit über Grenzen hinweg verwirklicht und sich über Nationalismus und Abschottung hinwegsetzt.

Mehr zu europapolitischen Themen und den Forderungen der AWO an das Europäische Parlament erfahren Sie unter: http://www.awo.org/EuropeanHeart.

Bildnachweis: AWO Bundesverband e. V.