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Berliner Kitabündnis startet Kampagne „Die 3 nächsten Schritte für bessere Kitas in Berlin!“

28.04.2015Das Berliner Kitabündnis startet heute seine neue Kampagne „Die 3 nächsten Schritte für bessere Kitas in Berlin!“. Mit dieser Kampagne wird das Berliner Kitabündnis in den kommenden Wochen und Monaten folgende Forderungen in internen Gesprächen, aber auch mit öffentlichen Aktionen thematisieren:

  1. Die Jüngsten brauchen mehr Erzieher/innen – ein Kind weniger pro Erzieherin bei Kindern unter 3
  2. Gute Kita braucht gute Leitung – volle Leitungsfreistellung bei 80 Plätzen
  3. Berlin braucht Kitaplätze – verstärkter Kitaausbau, weniger Bürokratie

Zu den Forderungen erklären:

Bernd Schwarz (LEAK): "Es ist die zentrale Forderung: Kita-Ausbau geht nur mit Qualität. Und Qualität gibt es nur mit Pädagog*innen, die für die hohen Anforderungen ihrer Arbeit auch genügend Zeit haben, die Zeit für unsere Kinder haben. Eigentlich müssten wir die Fachkraft-Kind-Relation in Berlin halbieren, um den Anforderungen moderner Pädagogik zu entsprechen. Es kann nur ein erster Schritt sein, die Fachkraft-Kind-Relation im U3-Bereich um 1 Kind pro Erzieher*in zu verbessern. Es ist der kleinste denkbare Schritt. Politik darf hier nicht auf Kosten von Babys und Kleinstkindern versagen."

Anna Sprenger (ver.di) und Christiane Weißhoff (GEW): „Kitaqualität entscheidet sich auch im Büro der Kitaleiterin. Die Anforderungen an die Arbeit der Kitas sind in den letzten Jahren stetig gestiegen und nur von gut geführten Einrichtungen zu bewältigen. Kita-Leitungen haben alle Aufgaben von Führungskräften sozialer Organisationen. Dafür müssen sie ausreichend ausgestattet sein.“

Maria Lingens (AWO): „Steigende Kinderzahlen, eine höhere Inanspruchnahme der Kita, spätere Einschulung, Nachholbedarf in sozialen Brennpunkten und der Zuzug von Flüchtlingskindern erfordern weiterhin berlinweit große Anstrengungen beim Ausbau der Kitaplätze. Das Land Berlin muss die Ausbauinitiativen der Kitaträger deshalb mit guten Rahmenbedingungen unterstützen. Wir brauchen eine ressortübergreifende Ausbauplanung, ein angemessen ausgestattetes und unbürokratisch gestaltetes Landesprogramm für den Kitaausbau sowie eine Beförderung der Übertragung von Kita-Grundstücken an freie Träger.“

Harald Bohn (Kindertagesstätten Nordwest): „Gutes kommt nicht von allein. Wir werden das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und mit öffentlichen Aktionen auf unsere Forderungen aufmerksam machen. Und wir fordern alle auf, die neue Kampagne des Berliner Kitabündnisses zu unterstützen.“

Das Berliner Kitabündnis ist ein Zusammenschluss von 21 verschiedenen Organisationen aus dem Berliner Kitabereich. Darunter befinden sich Elternvertretungen, Gewerkschaften, große Kitaträger und Kitaverbände. Die Erstunterzeichner repräsentieren die gesamte Berliner Kitalandschaft.

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

  • Harald Bohn (Kindertagesstätten Nordwest), Tel. 27 000 59 12, [E-Mail anzeigen]
  • Roland Kern (DaKS), Tel. 0171/2774341, [E-Mail anzeigen]
  • Maria Lingens (AWO), Tel. 25 389 207, [E-Mail anzeigen]
  • Bernd Schwarz (LEAK), Tel. 0176/39075934, [E-Mail anzeigen]
  • Anna Sprenger (ver.di), Tel. 8866 5374, [E-Mail anzeigen]
  • Christiane Weißhoff (GEW), Tel. 90298-6144, [E-Mail anzeigen]

Weitere Informationen und Materialien finden Sie unter http://www.berliner-kitabuendnis.de/aktuelles/presse/index.html