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Berliner Frauenverbände fordern den internationalen Frauentag als Feiertag

13. November 2018
Autoren: Claudia Cremer/Markus Galle

Die Berliner Koalitionsfraktionen diskutieren in diesen Tagen Möglichkeit der Einführung eines neuen gesetzlichen Feiertages. Das Netzwerk „Frauen in Neukölln“, an dem auch der AWO Landesverband beteiligt ist, positioniert sich deutlich und spricht sich für den 8. März, den internationalen Frauentag, aus.

Der 8. März für alle Berliner*innen, unabhängig von Religion und Herkunft, von Bedeutung. Vor genau 100 Jahren, im November 1918, haben Frauen nach langen Kämpfen das Wahlrecht errungen. Allerdings sind ihre Interessen bis heute nicht ausreichend in den Parlamenten des Landes vertreten. Die Einführung eines dauerhaften, gesetzlichen Feiertages zum internationalen Frauentag würde in Berlin, aber auch in ganz Deutschland, ein Zeichen für die Anerkennung und Fortsetzung des Kampfes für Gleichstellung setzen. Die UN hat den 8. März bereits 1977 zum weltweiten Feiertag erhoben.

Die Begründerin der AWO im Jahr 1919, Marie Juchacz, spielte eine bedeutende Rolle in der deutschen Frauenbewegung. „Marie Juchacz war die erste Frau, die in einem deutschen Parlament sprach und für das allgemeine Wahlrecht der Frauen stritt. Auch 100 Jahre später steht die AWO für diese Werte und unterstützt das Anliegen, den internationalen Frauentag zum Feiertag in Berlin zu erklären.“, ordnet Birgit Münchow, Fachreferentin des AWO Landesverband Berlin das Engagement ein.

Die Initiative des Netzwerks „Frauen in Neukölln“ hat große Unterstützung gefunden.
Einen Offenen Brief an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses und den Regierenden Bürgermeister haben, neben der AWO, unter anderem auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten der Berliner Bezirke, das Berliner Frauennetzwerk und der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin unterschrieben.