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Berliner Arbeiterwohlfahrt sieht massive Ungleichbehandlung der Freien Träger durch die „Berlinzulage“

Berlin, 28. November 2019

Die Berliner Arbeiterwohlfahrt (AWO) sieht die vom Senat beschlossene „Berlinzulage“
höchst kritisch. Die Ungleichbehandlung der Freien Träger im Vergleich zum öffentlichen Dienst wird damit noch gravierender.


Seit Jahren kämpft die Berliner Arbeiterwohlfahrt (AWO) für gute Arbeitsbedingungen ihrer
Mitarbeiter*innen. Eine gerechte Entlohnung, analog zum Tarifvertrag für den Öffentlichen
Dienst der Länder (TV-L), ist hierbei eine zentrale Voraussetzung. Gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gab es deshalb vor zwei Wochen eine Demonstration mit über 600 Teilnehmer*innen unter dem Motto „100 Jahre AWO – 100 % TV-L“. Mit der, in dieser Woche vom Senat beschlossenen, „Berlinzulage“ bzw. „Ballungsraumzulage“ fallen die Freien Träger nun wieder deutlich hinter den TV-L zurück.

„So gut die neue Berlinzulage für Mitarbeiter*innen im öffentlichen Dienst auch ist, so manifestiert sie doch die Ungleichbehandlung der Freien Träger. Warum bekommen bspw. nur Erzieher*innen in Landesbetrieben Zulagen für gestiegene Lebenshaltungskosten in Berlin, während Kolleg*innen in Kitas Freier Träger leer ausgehen? Erbringen sie nicht beide die gleiche Leistung, in derselben Stadt und mit dem gleichen Einsatz? Das gilt natürlich für alle Mitarbeiter*innen der Berliner AWO, u. a. auch in den Beratungs- oder Pflegeeinrichtungen. Sie alle verdienen aktuell mindestens sechs Prozent weniger als die Mitarbeiter*innen im öffentlichen Dienst. Die Berlinzulage wird die Lage verschärfen und ist für uns ein Schlag ins Gesicht. Wie sollen wir weiterhin erfolgreich staatliche Aufgaben übernehmen, wenn die Voraussetzungen derart unfair bleiben? Wir fordern deshalb ein Ende der Wettbewerbsverzerrung. Dies kann im Fall der Berlinzulage nur heißen, dass diese entweder zurückgenommen oder auch auf Freie Träger ausgeweitet wird. Wir sind nicht länger das Sparschwein von Berlin“, so Oliver Bürgel, Geschäftsführer des AWO Landesverbandes, als Reaktion auf die Berlinzulage.

Anmerkungen
Wir würden uns über eine Veröffentlichung freuen. Für weitere Informationen, Statements oder Interviewpartner steht Ihnen unser Pressesprecher, Markus Galle, gern zur Verfügung.
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist ein unabhängiger Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege und gliedert sich bundesweit in 30 Bezirks- und Landesverbände, 411 Kreisverbände und 3.514 Ortsvereine. Getragen wird die AWO deutschlandweit von ca. 326.000 Mitgliedern und ca. 228.000 Mitarbeitenden. Bei der AWO in Berlin und ihren korporativen Mitgliedern sind rund 8.100 Mitarbeitende beschäftigt. Sie zählt derzeit ca. 6.000 Mitglieder. Als Wohlfahrtsverband ist die Berliner AWO in verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit tätig, so beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe, der Seniorenarbeit, der Migrationssozialarbeit und der Pflege. Auch das Thema Frauen und Gleichstellung spielt eine wichtige Rolle. Das Engagement der AWO stellt stets die Hilfe zur Selbsthilfe in den Vordergrund. Die Werte Solidarität, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Toleranz sind Grundlage für das Handeln in der AWO.

Kontakt
Markus Galle
Leitung Stabsstelle Kommunikation // Pressesprecher
AWO Landesverband Berlin e.V.
Blücherstraße 62 // 10961 Berlin
Telefon: 030 25 389 252
Mobil: 0151 15 462 701
E-Mail: markus.galle@awoberlin.de

Bildnachweis: AWO Landesverband Berlin e. V. // Frank Nürnberger

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