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Kontakt

Sebastian Hennig

Pädagogischer Koordinator
Telefon 030 680 8839 09

Inhalt

Bundesfreiwilligendienst in der Flüchtlingshilfe/ Bundesfreiwilligendienst für Geflüchtete

Der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFD-F) ist ein neues Sonderprogramm bei der AWO. Es umfasst zum einen Einsätze in der Arbeit mit Geflüchteten. Außerdem gibt es die Möglichkeit als Geflüchtete*r einen BFD zu absolvieren.

Für Bewerber*innen aus der EU gelten im Kern die Regelungen des https://www.awoberlin.de/Rahmenbedingungen-849438.html]regulären BFD.
Hier die Informationen für Geflüchtete:

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) steht seit Dezember 2015 auch explizit für Geflüchtete offen. Ziel ist es, wie im regulären Bundesfreiwilligendienst, wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln, wichtige soziale und fachliche Kompetenzen zu erlernen sowie Orientierung für die weitere Ausbildung und die Berufswahl zu erhalten. Mögliche Einsatzfelder sind Kitas, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder Unterkünfte für Geflüchtete. In den Unterkünften werden derzeit für Übersetzungstätigkeiten Menschen, die Arabisch oder Farsi sprechen, ganz besonders gesucht.

Orientierung, Integration, Persönlichkeitsentwicklung und Verbesserung der Sprachkenntnisse

Die Tätigkeiten während des Freiwilligendienstes ergänzen und erweitern die Arbeit der jeweiligen Fachkräfte, aber ersetzen diese nicht. Es handelt sich nicht um Erwerbsarbeit, sondern um eine Bildungs- und Orientierungszeit. Die Erfahrungen zeigen, dass der Dienst neben der Persönlichkeitsentwicklung, der Integration und dem Erlernen von beruflichen Kompetenzen sehr dabei hilft, die Deutschkenntnisse der Freiwilligen durch das professionelle Arbeitsumfeld deutlich zu verbessern.

Voraussetzung ist eine Beschäftigungserlaubnis

Um einen Freiwilligendienst antreten zu können, müssen Sie eine Beschäftigungserlaubnis von der Ausländerbehörde vorweisen. Die Beschäftigungserlaubnis wird in der Regel drei Monate nach der Registrierung als Asylsuchender erteilt. Die Bewerber*innen müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Wichtig ist für die allermeisten Einsatzstellen zudem ein Sprachniveau in Deutsch von mindestens B1.

Flexible Einsatzdauer und Arbeitszeiten

Der Freiwilligendienst dauert mindestens 6 Monate, maximal 18 Monate. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt – in Absprache mit der jeweiligen Einsatzstelle – 21 bis 40 Stunden. So kann der Dienst mit anderen Verpflichtungen wie etwa Integrations- und Sprachkursen in Einklang gebracht werden. Für die Freiwilligen ergibt sich erfahrungsgemäß dennoch ein nicht zu unterschätzender Arbeitsumfang und logistischer Aufwand.

Bildungstage und pädagogische Begleitung

Wie im regulären BFD für Teilnehmer*innen unter 27 Jahren ist die Ableistung von 25 Bildungstagen (bei einem Dienst von 12 Monaten) fester Bestandteil des Freiwilligendienstes mit Flüchtlingsbezug. Für Teilnehmer*innen über 27 Jahre sind es 12 Bildungstage pro Jahr. Diese Bildungstage finden in Form von Seminartagen statt, welche i.d.R. in fünf Wochen á fünf Tagen durchgeführt werden. Die Bildungstage werden von den pädagogischen Koordinator*innen der AWO konzeptionell und organisatorisch vorbereitet und durchgeführt. Zudem sind die pädagogischen Koordinator*innen bei allen Problemen auch außerhalb der Seminarzeiten ansprechbar und führen Einsatzstellenbesuche vor Ort durch.

Leistungen

Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld, das jedoch zu einem größeren Teil mit den Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz oder mit Arbeitslosengeld II (Hartz 4) verrechnet werden muss. Im Durchschnitt verbleiben etwa 70 bis 100 Euro zusätzlich. Die Freiwilligen sind während des Freiwilligendienstes sozialversichert.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann bewerben Sie sich bei uns. Hier finden Sie unseren Online-Bewerbungsbogen. Sie können Ihre weiteren Unterlagen (kurzes Anschreiben, Lebenslauf, evtl. vorhandene Arbeitszeugnisse) zudem gerne per E-Mail oder per Post an uns senden. Die Adresse finden Sie links im Kasten.

Hier die wichtigsten Informationen als Flyer auf Englisch.
Hier die wichtigsten Informationen als Flyer auf Arabisch.
Hier die wichtigsten Informationen als Flyer auf Französisch.

Tipps zur Beantragung der Beschäftigungserlaubnis vom Flüchtlingsrat Berlin

Das Formular und Tipps zum Vorgehen bei der Antragsstellung einer Beschäftigungserlaubnis bei der Ausländerbehörde hat der Flüchtlingsrat Berlin in einer Infobroschüre zusammengestellt, welche Sie hier finden. Lesen Sie insbesondere den Teil ab Seite 7 „Wie stelle ich den Antrag auf eine Arbeitserlaubnis bei der Ausländerbehörde?“. Erfahrungen zeigen, dass Sie sich bei der Ausländerbehörde auf lange Wartezeiten und ein anstrengendes Antragsverfahren einstellen müssen.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie bitte den pädagogischen Koordinator  im BFD: Sebastian Hennig.

Bild: AWO Kreisverband Spree-Wuhle e.V.