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Bundesfreiwilligendienst – für Geflüchtete und Menschen mit geringen Deutschkenntnissen

Lebst du erst seit kurzem in Deutschland? Bist du auf der Suche nach einer beruflichen Orientierung? Dann bist du bei der AWO in Berlin herzlich willkommen. Die AWO Freiwilligendienste haben seit 2015 eine pädagogische und asylrechtliche Expertise aufgebaut und betreuen in jedem Jahrgang viele Freiwillige, die einen Asylstatus haben oder sich als Nicht-EU-Ausländer*innen nach einem Au-Pair-Jahr in Deutschland für einen Freiwilligendienst bewerben.

Im Folgenden erhälst du Informationen zu den Zielen eines BFD, zum pädagogischen Ansatz sowie zur Bewerbung.

Einsatz in Kitas, Verwaltungsstellen, Migrationsberatungen, Pflege

Ziel eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ist es, wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln, wichtige soziale und fachliche Kompetenzen zu erlernen sowie berufliche Orientierung zu erhalten. Mögliche Einsatzfelder sind u.a. Kitas, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Pflegeeinrichtungen, Verwaltungsstellen, Migrationsberatungen oder Unterkünfte für Geflüchtete.

Persönlichkeitsentwicklung, Berufskompetenzen und große Verbesserung der Sprachkenntnisse

Während deines BFD ergänzen und bereichern deine Tätigkeiten die Arbeit der jeweiligen Fachkräfte. Es handelt sich nicht um Erwerbsarbeit, sondern um eine Bildungs- und Orientierungszeit. Die Erfahrungen zeigen, dass die Freiwilligen während des BFDs neben der Persönlichkeitsentwicklung und dem Erlernen von beruflichen Kompetenzen ihre Deutschkenntnisse stark verbessern.

Ein geschätzter Kollege in der Verwaltung des AWO Bundesverbandes: Der BFDler Nour Habankeh aus Syrien. Bildnachweis: AWO Freiwilligendienste // Friederike Heynen

Flexible Einsatzdauer und Teilzeitmöglichkeiten

Ein BFD dauert mindestens 6, maximal 18 Monate. Die Arbeitszeit beträgt 39 Stunden pro Woche. Du kannst aber auch in Teilzeit mit mind. 20,5 Stunden arbeiten, um den Dienst mit anderen Verpflichtungen, wie etwa Integrations- und Sprachkursen in Einklang zu bringen. Am Vormittag BFD, am Nachmittag Deutschkurs – eine Erfolgsformel, die sich bewährt hat.

Gruppenfoto BFD-F Seminar.jpg

Enge pädagogische Begleitung und Extra-Seminartage

Während des BFDs gibt es eine enge und professionelle Betreuung von den pädagogischen Koordinator*innen der AWO. Sie sind über das Jahr fest an deiner Seite, sind bei allen Problemen auch außerhalb der Seminarzeiten ansprechbar und führen Einsatzstellenbesuche vor Ort durch. Hinzu kommen 25 verpflichtende Bildungstage bei einem 12-monatigen Dienst. Für Teilnehmer*innen über 27 Jahre sind es 12 Bildungstage pro Jahr. Das Ziel ist, auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen in die regulären Bildungstage zu integrieren. Für bestimmte Inhalte sind Sprachmittler*innen dabei. Zusätzlich konzipiert die AWO jedes Jahr Extra-Seminartage zur Persönlichkeitsentwicklung der Newcomer*innen. Die Kombination aus regulären Seminaren und einigen speziellen Tagen für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen hat sich sehr bewährt.

(Bild oben:) Während eines Extra-Seminartages: Erfolgreiches Kompetenztraining mit der Jobassistenz Friedrichshain-Kreuzberg und dem pädagogischen Koordinator der AWO Berlin Sebastian Hennig. Bildnachweis: AWO Freiwilligendienste

Leistungen: Taschengeld und kostenloser B2-Sprachkurs

Du erhälst ein Taschengeld von 325 Euro pro Monat, bist sozialversichert und hast Urlaubsanspruch. Bei parallel Leistungen aus dem Arbeitslosengeld II können 200 Euro des Taschengeldes behalten werden, bei Bezug von Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz ein geringerer Betrag. Wenn du Deutschkenntnisse auf B1-Niveau oder geringer hast, kann die AWO Sonderfördermittel für die Kosten von Sprachkursen an der Volkshochschule übernehmen.

Voraussetzung: Beschäftigungserlaubnis bzw. Visum mit Verpflichtungserklärung

Als Asylsuchende*r brauchst du eine Beschäftigungserlaubnis von der Ausländerbehörde. Solange du nicht mindestens den Status „subsidiärer Schutz“ hast, ist die Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis mitunter eine Ermessensentscheidung der Ausländerbehörde.

Bitte beachte: Als Bewerber*in aus dem Nicht-EU-Ausland benötigst du i.d.R. ein langfristiges Visum. Hierfür brauchst du eine Verpflichtungserklärung von einer in Berlin lebenden dir bekannten Person, die dafür bürgt, im Zweifel alle deine Kosten für den Lebensunterhalt zu übernehmen. Wir helfen dabei gerne.

So geht die Bewerbung:

Hier findest du unseren Online-Bewerbungsbogen: https://www.dse-web.de/WebAnwFWD/AWOBerlin/DatenEingabe.php?anwendung=000001&user=999999&DatenEingabeParameterDatei=eingdslneuawoberlin.txt&restore_session=1

Bitte füge weitere relevante Unterlagen (kurzes Anschreiben, übersichtlicher Lebenslauf, nachweise der Deutschkenntnisse und evtl. vorhandene Arbeitszeugnisse) bei. Das erleichtert die Vermittlung in eine passende Einsatzstelle.

Bei Fragen kontaktieren Sie sehr gerne direkt den zuständigen pädagogischen Koordinator im BFD: [E-Mail anzeigen]

Bild: AWO Kreisverband Spree-Wuhle e.V.