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AWO Landesverband Berlin: Es geht in die richtige Richtung

Berlin, 20.04.2016

Der Protest der Träger um die Neuausrichtung der Kita-Gesetzgebung bringt nochmal Bewegung in die Debatte der Koalition.


„Die Richtung stimmt, wir freuen uns, dass unsere Kritik und unsere Vorschläge aufgegriffen wurden. Wir sind aber noch lange nicht am Ziel und weitere Schritte müssen folgen!“, so die Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Berlin Ute Kumpf.
Die AWO hat sich besonders für einen besseren Personalschlüssel bei den Jüngsten stark gemacht.
„Aber nicht nur die Finanzierung der Qualität, auch der geplante bürokratische Mehraufwand durch ein neues Vormerk- und Personalmeldesystem für die Kitas ist für uns noch nicht zu Ende debattiert!“, stellt Ute Kumpf klar.
Statt den Kitas mehr Arbeit aufzubürden, wäre es wichtiger, die Kitaleitungen verstärkt frei zustellen, genügend Fortbildungsangebote bereit zuhalten und die Träger beim Ausbau der Kitaplätze schnell und passgenau zu unterstützen.

„Gemeinsam mit anderen großen Trägern haben wir als Arbeiterwohlfahrt Berlin unsere Forderungen klar gemacht – um diese umzusetzen braucht es nicht nur Geld, sondern auch neue Konzepte und Innovationen“ so Kumpf weiter.

Am 20. April setzt sich die Berliner AWO in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung auf einem landesweiten Kita-Fachtag mit genau solchen Innovationen auseinander. Unter dem Motto „Können wir jetzt machen was wir wollen!? – Oder wie sieht Partizipation in der Kita aus?“ stehen Partizipationskonzepte in Kitas im Fokus. Die Kinder selbst, aber auch Eltern sollen mehr in die Entscheidungen und in die Gestaltung des Alltags in der Kita eingebunden werden. Am Ende geht es um Demokratie von Anfang an.

Bei der Arbeiterwohlfahrt in Berlin sind rund 5.900 hauptamtliche Mitarbeitende beschäftigt. Als Mitgliederverband zählt die Berliner AWO derzeit ca. 6.500 Mitglieder. Darüber hinaus engagieren sich rund 900 Menschen ehrenamtlich. Die AWO ist in verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit tätig, so unter anderem in der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Seniorenarbeit, der Migrationsarbeit, der Wohnungslosenhilfe etc. Die AWO betreibt z.B. über 50 Kitas mit rund 6.000 Plätzen und derzeit 13 Flüchtlingseinrichtungen in Berlin.
Weiteres www.awoberlin.de