Inhalt

AWO-Fachgespräch zur geplanten Reform des SGB VIII

Die gegenwärtige Regierungskoalition der Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, das Kinder- und Jugendhilfegesetz einer umfassenden Reform zu unterziehen.  Der Auftrag ist im Koalitionsvertrag wir folgt beschrieben:

„Die Kinder und Jugendhilfe soll auf einer fundierten empirischen Grundlage in einem sorgfältig strukturierten Prozess zu einem inklusiven, effizienten und dauerhaft tragfähigen und belastbaren Hilfesystem weiterentwickelt werden. Dazu gehören geeignete Finanzierungsmodelle für systemische Unterstützungsformen (z. b. an den Schnittstellen von SGB VIII, SGB XII, und Schulträger). Wir brauchen starke Jugendämter und eine funktionierende Partnerschaft mit der freien Jugendhilfe. Wir werden daher die Steuerungsinstrumente der Jugendämter deutlich  verbessern und gleichzeitig die Rechte der Kinder und Familien sicherstellen, sowie sozialraumorientierte und präventive Ansätze verfolgen. Dazu wollen wir mit den Ländern, Kommunen und Verbänden in einen Qualitätsdialog treten und uns über die Weiterentwicklung in wichtigen Handlungsfeldern der Kinder – und Jugendhilfe verständigen.“

In der der Kinder- und Jugendhilfe findet seit geraumer Zeit eine umfassende Diskussion zum Reformvorhaben des SGB VIII statt, ohne dass bislang es eine offizielle Gesetzesvorlage gibt. Bekannt  ist ein „Arbeitsentwurf“ zur Gesetzesänderung, der am 23. August 2016 in Umlauf gebracht wurde. Dieser hat für erhebliche Unruhe und Diskussionen in den Fachverbänden, Fachorganisationen und Trägern geführt.

Wir wollen mehr erfahren! Deshalb haben der Fachbeirat Kinder, Jugend und Familie des AWO Landesverbandes Berlin e.V. und die AWO-Träger in den Hilfen zur Erziehung entschieden, ein Fachgespräch zum Reformvorhaben des SGB VIII durchzuführen.

Klar ist: Die Zielsetzung ist umfassend und vielschichtig.
Was ist strukturell, inhaltlich und operativ mit der Gesetzesänderung geplant? Wie sind die Auswirkungen auf die Leistungsberechtigten und Leistungserbringer? Auf welche Veränderungen müssen sich die Akteure der Kinder- und Jugendhilfe einstellen? Wo und wie können sie bei den Veränderungen mitwirken?

Neben Akteurinnen und Akteuren diskutieren wir mit Kirstin Fussan, Leiterin der Abt. III, Jugend und Familie; Senatsverwaltung  für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin und Klaus Theissen, Abteilungsleiter des für den Bereich Kinder, Jugend Frauen und Familien des AWO Bundesverbandes.

Mehr zum Thema Hilfen zur Erziehung finden Sie hier!