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„AWO Berlin 2027 – Tradition, Wandel, Zukunft“ – Die Berliner AWO erneuert sich

19. Februar 2019
Autor: Markus Galle

Der Berliner AWO Landesverband hat das Konzept für den Prozess „AWO Berlin 2027 – Tradition, Wandel, Zukunft“ auf der Landesausschusssitzung am 13. Februar 2019 offiziell vorgestellt. Die Basis für diesen Prozess der Erneuerung wurde bereits im Rahmen der Vorstandsklausur im November 2018 gelegt.

Im Zuge des Jubiläums „100 Jahre AWO“ soll sich die Berliner AWO in den nächsten Jahren zu einem modernen und inklusiven Wohlfahrtsverband entwickeln. Um auch weiterhin den Ansprüchen eines Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege gerecht werden zu können, formuliert das Konzept drei relevante Ziele. So wird es wichtig sein, schneller und innovativer auf die gesellschaftlichen Veränderungen und die Bedürfnisse der Menschen zu reagieren. Darüber hinaus möchte der Verband fest in der Berliner Gesellschaft verankert und auch weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sein.

„Die AWO in Berlin steht vor großen Herausforderungen. Die Mitgliederzahlen sinken kontinuierlich, die Soziale Arbeit wird sowohl im strategischen als auch im operativen Bereich zunehmend komplexer, neue Kooperationen sind notwendig und die Rechtsvorschriften wie bspw. das Bundesteilhabegesetz, die Pflegegesetzgebung oder der Datenschutz werden vielschichtiger - all diesen Herausforderungen werden wir uns in den nächsten Jahren verstärkt stellen. Auch der demografische Wandel sowie die schwierigen ökonomischen Umstände durch unzureichende Finanzierungen erhöhen den Druck zur Veränderung.“, so Manfred Nowak, stellvertretender Landesvorsitzender, im Namen des gesamten Landesvorstandes der Berliner AWO.

Der künftige Kurs des AWO Landesverbandes soll auch bei der turnusgemäßen Neuaufstellung des Landesvorstandes deutlich werden. Auf der nächsten Landeskonferenz am 26. Oktober 2019 werden ein*e Landesvorsitzende*r und sieben Stellvertreter*innen gewählt. Bereits jetzt hat eine Findungskommission fachliche Profile für den Landesvorsitz und die stellvertretenden Landesvorsitzenden erstellt. So werden dynamische und integrative Persönlichkeiten gesucht, die die soziale Bedeutung eines Wohlfahrtsverbandes kennen, die Werte der Arbeiterwohlfahrt leben und einen der folgenden Schwerpunkte aufgrund von eigener, langjähriger Erfahrung besetzen können:

  • Wahrnehmung der Funktion als Stellvertretung der*des Landesvorsitzenden durch Sitzungsleitung, Terminwahrnehmung usw.
  • Unterstützung und Vertretung der Interessen der Arbeit, die im Jugendwerk der AWO Berlin geleistet wird
  • Unterstützung und Vertretung der Interessen der Arbeit, die von den korporativen Mitgliedern in Berlin geleistet wird
  • Aktive Begleitung des Veränderungsprozesses 2027 und der Verbandsentwicklung
  • Unterstützung bei der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Verbandes u. a. durch begleitende (politische) Lobbyarbeit
  • Pflege der Traditionen sowie Sensibilisierung für die Werte der AWO
  • Unterstützung und Vertretung der Fachbereiche Sozialer Arbeit durch Stärkung der Fachbeiräte und durch politische Lobbyarbeit

Die ausführliche Profilbeschreibung finden Sie im unteren Teil des Artikels als Download.

Um den vielschichtigen Prozess der Neuaufstellung transparent und demokratisch zu gestalten, sollen ganz unterschiedliche Beteiligungsformate unter dem Dach des Prozesses „AWO Berlin 2027 – Tradition, Wandel, Zukunft“ organisiert werden. So werden u. a. das kommende Mitgliederforum, der Mitarbeiter*innen-Tag sowie der Tag für Korporative Mitglieder unter das Motto „AWO Berlin 2027“ gestellt. Dazu lädt der Landesvorstand alle Mitglieder, Mitarbeiter*innen, die korporativen Mitglieder und Engagierte in und außerhalb der AWO ein, Teil dieses Prozesses zu sein. Auf der Landeskonferenz sollen die gewonnenen Erkenntnisse dann in ein Zukunftsbild der AWO einfließen.

Bildnachweis: AWO Landesverband Berlin e.V. / Lars Burmeister

Profile_Vorstandsmitglieder.pdf

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